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Windhaag bei Perg

Kultur und Geschichte

Durch das Portal gelangt man in eine zweijochige Vorhalle, von der je eine Tür in das Läuthaus, in den unteren Kreuzgang und in den Kirchenraum führt. Diese ist eine gut überschaubare Saalkirche. Sie ist einschiffig und weist sechs Joche auf. Das Licht fällt von Süden durch zwei übereinander angeordnete Fensterreihen in den Raum.

Die Empore im Westen ruht auf vier schlanken Granitsäulen und diente während der Klosterzeit als Chorraum für die Nonnen.
Der Altarraum im Osten ist im Vergleich zum Langhaus niedriger und seitlich eingerückt. In der Anlage ist er
dreijochig und hat einen geraden Chorabschluss. Die beiden Hochaltarbilder sind ein Werk Johann Wolfgang Dallingers aus der Zeit um 1690 und stellen Szenen aus dem Leben der Kirchenpatronin dar. Das Hauptgemälde, das die Aufnahme der Heiligen in den Himmel zeigt, wurde im vorigen Jahrhundert z.T. übermalt. Anlässlich der Innenrenovierung der Kirche im Jahr 1984 stellte der Restaurator Friedrich Fuchs die ursprüngliche Form wieder her. Der Hochaltartabernakel stammt aus dem Jahre 1913 und ist ein Werk des Braunauer Künstlers Georg Wagner. Der alte Hochaltartabernakel wurde nach einer vorherigen Restaurierung in den linken Seitenaltar eingepasst. An der Nordwand des Altarraumes steht in einer Mauernische eine gute Barockplastik des heiligen Florian. Sie ist eine Stiftung einer wohltätigen Nonne aus dem Jahr 1738.

Der Landeshauptmann von Oberösterreich beurkundet, dass die oberösterreichische Landesregierung in ihrer Sitzung am 24. April 1972 im Grunde des § 4 Abs. 1 der Oberösterreichischen Gemeindeordnung 1965 Nr.45 in der Fassung der Novelle zur Oberösterreichischen Gemeindeordnung, LGBl.Nr.391969, der Gemeinde Windhaag bei Perg im politischen Bezirk Perg das Recht zur Führung des nachstehend beschriebenen Gemeindewappen verliehen hat:

IN BLAU AUF SILBERNEM DREIBERG
EIN GOLDENER, GEKRÖNTER, ROTBEZUNGTER

UND BEWEHRTER GREIF, EIN HALBES,

GOLDENES MÜHLRAD HALTEND.

Vor 335 Jahren fügte der damalige Graf Joachim Enzmilner als Besitzer des Schlosses Windhag, die Waffenbestände der dortigen Rüstkammer zur allfälligen Verteidigung zu gebrauchen. Die damit verbundene Ausrüstung einer Schlosswache im Jahr 1662 gilt somit als Gründungsjahr des daraus entstandenen Bürgerkorps.

Im Jahr 1785 erfolgte die tatsächliche Gründung eines Schützenkorps, das am 03.08.1885 sein 100-jähriges Bestehen feierte.

Die Burg Windhaag, die 1290 mit Freitel von Windhaag bekundet ist und wahrscheinlich auch in dieser Zeit erbaut wurde, war bis 1379 in ihrem Besitz.

Enzmilner-Wappen

Laut kaiserlichem Diplom vom 26.07.1630 wurde Joachim Enzmilner das alt ererbte väterliche Wappen neu verliehen und mit adeligen doppelten Helmen verbessert. Am 25.06.1640 wurde vom Kaiser Ferdinand III. am Rechstag zu Regensburg gestattet, das Pragerische Wappen als Herzschild in sein Wappen aufzunehmen. Mit der Erhebung in den Freiherrnstand am 09.12.1650 wurde auch sein Wappen mit drei offenen Helmen und zwei Herzschilden vermehrt.